Während sich die PS5 ihrem fünften Jubiläum nähert, haben die Führungskräfte von Sony begonnen, sich – wenn auch vorsichtig – über die Zukunft der Konsolenspiele und das, was jenseits der aktuellen Generation liegt, zu öffnen. In einem kürzlich auf der Unternehmenswebsite von Sony veröffentlichten, an Investoren gerichteten Interview wurde Hideaki Nishino, CEO und President von Sony Interactive Entertainment, direkt gefragt: Da Cloud-Gaming immer praktikabler wird, gibt es überhaupt noch einen Bedarf für eine Next-Gen-Konsole? Und arbeitet SIE bereits an einer?
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Nishino begann damit, die anhaltende Relevanz physischer Konsolen-Hardware zu bekräftigen, trotz der rasanten Entwicklung des Cloud-Gamings:
„Wir sind seit über 11 Jahren im Cloud-Gaming involviert und haben die PS3-, PS4- und PS5-Generationen unterstützt. Wir sind stolz auf die Qualität, die wir durch Dienste wie Cloud-Streaming bei PlayStation Plus Premium und unser Beta-Programm auf dem PlayStation Portal geliefert haben.
„Technisch gesehen hat das Cloud-Gaming solide Fortschritte gemacht. Allerdings bleibt die langfristige Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells eine Herausforderung. Ein Schlüsselfaktor – die Ende-zu-Ende-Netzwerkstabilität – liegt außerhalb unserer Kontrolle.
„Während Cloud-Gaming für Spieler eine zugängliche Option wird, sind wir der Ansicht, dass die meisten Gamer nach wie vor das Erlebnis der lokalen Ausführung bevorzugen, frei von Netzwerkabhängigkeit. Die starke Resonanz auf sowohl die PS5 als auch die PS5 Pro unterstützt diese Ansicht.“
Kurz gesagt, Sony bleibt für die absehbare Zukunft voll und ganz dedizierter Gaming-Hardware verpflichtet.
Aber was ist mit einem Nachfolger für die PS5?
Auf die unvermeidliche Frage angesprochen, gab Nishino eine aufschlussreiche Antwort:
„Unser Konsolengeschäft hat sich zu einer vielschichtigen Plattform mit einem riesigen, engagierten Ökosystem entwickelt, das sowohl PS5- als auch PS4-Nutzer umspannt. Natürlich besteht ein erhebliches Interesse an unserer Next-Gen-Strategie.
„Auch wenn wir derzeit keine konkreten Einzelheiten preisgeben können, hat die Zukunft unserer Plattform oberste Priorität. Wir erforschen aktiv neue und verbesserte Möglichkeiten, wie Spieler mit unseren Inhalten und Diensten interagieren können.“
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Die Botschaft ist klar: Ja, Sony entwickelt eine Next-Gen-Konsole – höchstwahrscheinlich das, was Fans bereits PS6 nennen. Auch wenn es nicht ausdrücklich bestätigt wurde, entspricht dies den Branchennormen. Konsolenhersteller beginnen typischerweise kurz nach dem Start der aktuellen Konsole mit der frühen Erforschung und Entwicklung des nächsten Systems. Berichten zufolge begann Sony mit der PS5-Entwicklung direkt nach dem Start der PS4 im November 2013. Nach diesem Zeitplan könnte die PS6-Entwicklung seit Jahren im Verborgenen im Gange sein.
Obwohl Nishino keine technischen Details preisgab, deuten Hinweise aus Sonys jüngsten Schritten auf mögliche Richtungen hin. Während eine traditionelle, leistungsstärkere Heimkonsole erwartet wird, könnte Sony auch ein hybrides tragbares Modell erkunden. Die Entwicklung des PlayStation Portals deutet auf ein wachsendes Interesse an mobilen Spielerlebnissen hin. Auf die Frage nach der Rolle des Portals in der Zukunftsstrategie erkannte Nishino seine Bedeutung an, blieb bezüglich Handhelds als Teil der nächsten Generation jedoch unverbindlich.
Die Diskussion über eine Next-Gen-Konsole hat sich seit dem Start der PS5 im November 2020 aufgebaut. Da die Konsole nun ihre Halbzeit überschritten hat und Microsoft mit Xbox-markierten Geräten in den Handheld-Bereich vorstößt, verlagert sich die Branche eindeutig. Welche Form Sonys nächster Sprung annehmen wird, bleibt abzuwarten.
Bemerkenswerterweise argumentierte der ehemalige CEO von SIE Worldwide Studios, Shawn Layden, im Februar, dass Sony nicht zu einer rein digitalen, scheibenlosen PS6 übergehen könne, ohne einen bedeutenden Teil seines globalen Publikums zu verprellen. Während Xbox mit einem digital-first-Ansatz in ausgewählten englischsprachigen Märkten Erfolg hatte, bringt Sonys Dominanz in etwa 170 Ländern zusätzliche Verantwortung mit sich.
„Ich glaube nicht, dass Sony sich das jetzt erlauben kann“, sagte Layden. „Wenn wir scheibenlos werden, wie viele Nutzer bleiben dann zurück? Kann jemand im ländlichen Italien zuverlässig AAA-Spiele streamen? Was ist mit Regionen mit begrenzter Internetinfrastruktur?“
Darüber hinaus deuteten Berichte vom September des Vorjahres darauf hin, dass AMD den Chipauftrag für die PS6 sicherte und dabei Intel im Jahr 2022 ausstach. Angesichts der historischen Sieben-Jahres-Lücke zwischen Konsolenstarts – PS4 im November 2013, PS5 im November 2020 – könnte die PS6 bereits im November 2027 erscheinen.
Mögliche Launch-Titel könnten bereits in Entwicklung sein. Hideo Kojimas kommendes Spionage-Spiel Physint könnte als Next-Gen-Vorzeigeprojekt positioniert werden. Ebenso könnte The Witcher 4, das frühestens 2027 erwartet wird, für das Debüt auf der PS6-Hardware konzipiert sein.
Während die Details noch unter Verschluss bleiben, steht eines fest: Die nächste Ära von PlayStation ist bereits in Bewegung.
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